Music for the history books

I will never get over the fact that they’ve quit: VIBRASPHERE. I’m sure people will listen to this in 400 years, and it will still sound fresh and new:

Quote:

We are very sorry to inform you that we have decided to close down the Vibrasphere project. This is due to several reasons, but mainly we feel it is time to move on to other projects within the music. After all 12 years is a very long time for any music project. We are very grateful to all the fans, promoters, labels, djs and other people that has supported us in the past 12 years. We have many great memories from these years and sincerely hope that at least some of you will remember our music also in the years to come.

Guys, if you happen to read this post … please, come back. You’re leaving a big emptiness where you’ve once filled it up with wonderful inspiring music.

Samstag, 4. Oktober 2014 – live in Bensheim: Release Konzert!

Pipapo Kellertheater
Am Wambolterhof 6
64625 Bensheim

Lang erwartet, heiß ersehnt, bald in Bensheim: das ultimative Westwind Release Konzert! Mit den besten Songs aus jüngstem Album – sowie einstigen und künftigen Juwelen aus dem Repertoire. Und wer weiß, was noch kommt! Ihr hoffentlich! Wer eine Westwind-CD kauft, hat freien Eintritt! Wer keine kauft, muss Ticket zahlen! Tickets nur an der Abendkasse! Küsschen nur im Anschluss! Dazwischen rocken wir das Häuschen – schaukeln wir the building – moven dir die mind! In unserer Lieblingsmuttersprech, mit unsere Lieblingsrhythmusrums, auf unsere Lieblingsinstruments – mit deine Lieblingsmelodei! Kommt zuhauf’ und schaut vorbei!

from Singvøgel http://www.singvoegel.com/index.php/samstag-4-oktober-2014-live-in-bensheim-release-konzert/

Über richtig und falsch, gut und schlecht

tl;dr:

Richtig, falsch, gut, schlecht sind relative Begriffe, zur Bewertung gedacht, Ziel fast immer verfehlt.

2014-08-26 11.23.20

Extreme Ice Bucketing

Anlass zu diesem Post ist nicht nur die ALS Ice Bucket Challenge (und die Kritik daran) sondern auch die generelle Neigung in Menschen — besonders im Internet — alles und jeden bewerten zu müssen. Ich möchte auch meine Haltung und Gründe erklären.

Ich bin kein grossartiger Schreiber. Ich habe Gedanken — derer viele, und die gehen oft sehr tief — aber der unglaublich talentierteste Gedanken-zu-Worte-Konvertierer bin ich nicht. Meine bevorzugte Sprache wird hier erklärt. Dennoch möchte ich versuchen, meine Gedanken hier mal halbwegs sortiert und in Schriftform in den Äther zu pusten. Mögen sie Geäug finden. :-P

Ich habe hier versucht, zu erklären, wie ich zu der Aktion stehe. Nur in Kurzform, was offensichtlich entweder ignoriert oder aus anderen Gründen nicht wahrgenommen wurde. Ich erkläre es nochmal: ich habe nicht zu Spenden aufgerufen, weil ich denke (ich mag mich ja irren), das bereits eingenommene Geld ist derartig viel, dass es für die Sache selbst nicht mehr unbedingt relevant ist. Ich glaube, es ist ein Punkt erreicht, an dem es nur noch um die Aufmerksamkeit gehen sollte, die ALS verdient. Dazu ist die Ice Bucket Challenge ein geeignetes Instrument. Abgesehen davon bin ich nicht einverstanden mit Tierversuchen, um ALS zu bekämpfen. Ich wiederhole mich: für mich ist kein Tierleben weniger Wert als ein Menschenleben. Das ist meine Meinung (deshalb heisst es “MEINung”), die man nicht teilen muss. Man kann das bewerten, wenn man sich damit besser fühlt, muss man aber auch nicht.

Zum Bewerten

Viele Menschen bewerten Menschen und Dinge, manche ständig, manche weniger. Ich übrigens auch; ich blase hier nicht irgendwelche Dinge heraus, um mich selbst als “besser” darzustellen (und da ist es wieder: das Bewerten). Wir kommen beinahe überhaupt nicht ohne Bewertungen aus, scheint mir. Hinzu kommt noch die Kirsche auf der Bewertungstorte, die Schwarzweissmalerei, das “Entweder/Oder”. Du siehst Dinge entweder so-und-so, oder du bist Scheisse.

Später, wenn du Menschen dann mit diesem Verhalten konfrontierst, wird es oft relativiert. Man meinte es ja nicht so. Sondern wie nochmal? Meistens haben diese Leute dann genau in diesem Moment besagte Torte im Gesicht, weil sie sich die selbst darein geworfen haben. Weil Bewertungen meistens übereilt und nicht ausreichend überdacht sind. Das haftet nun mal an Bewertungen. Ein Grund, wieso ich Bewertungen für wenig hilfreich halte.

Um zielsicher zu bewerten, muss man zu viele Faktoren berücksichtigen und Zugang zu Wissen haben, das man im seltensten Fall hat, oder gar verarbeiten könnte. Dazu ist ein menschliches Hirn meiner Vermutung nach überhaupt nicht in der Lage. Meins jedenfalls nicht. Jeder Mensch bewertet aus seinen Erfahrungen, Prägungen, Umständen, persönlichen Gewichtungen (und was weiss ich noch) heraus. Ein solches Bewertungssystem ist überaus fehleranfällig. Deshalb versuche ich, Bewertungen zu vermeiden, wo ich kann. Um besagte Torten nicht im Gesicht zu haben.

Ich zitiere — in einem völlig anderen Kontext, aber dennoch passend — Michael Hermann, aus einem Artikel von heute (was für ein Zufall!):

Es geht nicht primär um richtige und falsche Taktik. Es geht noch nicht einmal in erster Linie um Schaden und Nutzen dieser Entwicklung – es geht um Werte.

Die vergleichende Bewertung

Die Kerze auf der Torte, auf der sich bereits eine Kirsche befindet. Es geht doch immer noch was.

Nicht nur, das unzählige Moral- und Intelligenzapostel wissen, was im Einzelnen richtig und falsch ist, nein, sie wissen auch, was im Vergleich dazu viel besser oder noch schlechter ist. Kurz: sie wissen eigentlich alles, und machen alles richtig. Immer. Gefühlt bereits vor der Geburt, im Leben und über den Tod hinaus.

Beispiel, weil’s (mir) nahe liegt:

Wir Deutschen schmeissen in der Regel nicht einfach unseren Müll irgendwo hin. Auf die Strasse, auf den Gehweg zum Beispiel. Auf den Philippinen schmeissen die Leute ihren Müll überall hin. Ganz einfach, weil es hier andere Gewichtungen, Wahrnehmungen, Haltungen, Erfahrungen usw. gibt. Das ist hier nicht so (ge)wichtig wie für uns Deutsche. Umweltschutz oder -bewusstsein ist hier nicht so sehr fortgeschritten. Sind Filipinos deshalb “schlechte(re)” Menschen?

Nein, sind sie nicht. Sie denken und handeln — wie wir alle — im Rahmen ihrer Möglichkeiten, aus dem Fundus ihrer jeweiligen Erfahrungen und Schlüsse, die sie daraus zu ziehen vermögen. Wie wir alle. Sie könnten verstehen, das Müll durch die Gegend schmeissen nicht so super ist, wenn man es erklärte und sich damit ein Bewusstseinstor öffnete. Viel Spass beim Erledigen dieser noblen Aufgabe. Bis zum Erreichen dieses Ziels hat man sich vermutlich 30 mal reinkarniert.

Bewertungen sind da, wie so oft, völlig nutzlos. Im Gegenteil: Bewertungen erzeugen meist nur (noch mehr) Widerstand.

Das klassische und bewertungslose “mit gutem Beispiel vorangehen” erscheint mir hier einzig hilfreich und erfolgversprechend. Dauert zwar, kann aber was werden.

Mir und beinahe allen auf der Erde ist bewusst, dass irgendwo auf der Welt Kinder verhungern und Menschen kaum oder kein Trinkwasser haben. Millionen über Köpfe geschüttete Liter Wasser (nebst Eis) ändern daran nichts. DARAN. Es ändert aber etwas anderes zum Besseren, weshalb die Ice Bucket Challenge für mich, in meinem Bewertungssystem, etwas Gutes ist.

Denn es gibt …

Das Prinzip “Mehr”

Wenn 80 Millionen Dollar für etwas gespendet werden, dann sind das genau 80 Millionen Dollar mehr als 0. Und 1$ mehr als 79.999.999$. Und so weiter und so fort. Das Prinzip “Mehr” sagt:

Alles, was mehr ist als vorher, ist mehr, und nicht weniger.

So einfach ist das bzw. kann das gesehen werden, so albern oder absurd der Satz auch klingen mag. XY$ für den Kampf gegen eine heimtückische Krankheit wie ALS sind hilfreich. Jeder Dollar oder Euro, und jede Form der Aufmerksamkeit ist hilfreich.

Im stillen Kämmerlein spenden auch. Aber weniger. Weil der Aufmerksamkeitsfaktor fehlt. Das ist eine rationale Betrachtung. Ich bin eigentlich ziemlich videokamerascheu, aber ich habe das gestern gemacht, weil ich den grössten Nutzen aus der Aktion holen wollte. Mir ging es um die Aufmerksamkeit, und zwar nicht für meine Person sondern für die Sache. Man muss das nicht glauben, kann man aber, wenn man möchte. Man sollte die Kraft hinter “Möchten” nicht unterschätzen, in alle Richtungen.

(Mein) Fazit

Es spielt keine Rolle, womit Umstände verglichen werden. Mehr ist gut. Menschen und ihre verschiedenen Haltungen zu Etwas zu bewerten halte ich für ausgesprochen fruchtlos.

Ich persönlich mache mich lieber mit einem Eimer Eiswasser über den Kopf geschüttet zum Affen, als mit Besserwisserei, Zeigefingergefuchtel und Moralapostelei, und derlei Dinge.

Und Spass darf grundsätzlich auch alles machen. Besser mit als ohne Spass. Das bedeutet ja nicht gleichzeitig, dass man den Ernst dahinter nicht kennt oder würdigt. Mit Spass geht alles besser.

Und weil das eben auch schön lustig war, hier nochmal:

http://www.youtube.com/watch?v=Vfd7Toulnd8

Spendet oder nicht. Ich werde das nicht bewerten. Das überlasse ich den “besseren” Menschen. Ich habe meine Haltung dazu deutlich gemacht, und hinter dieser Haltung stehe ich und verantworte sie. Ausserdem erlaube ich mir jederzeitige Änderungen meiner Ansichten und Meinungen, weil ich nämlich nicht stehen bleibe und lernfähig bin. Aber jetzt gerade, in diesem Stadium meiner Entwicklung und Fähigkeiten, ist meine Haltung so.

Es mag Menschen geben, die sich für besser halten. Das betrachte ich erstmal überhaupt nicht als mein Problem.